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09.09.2013

Bessere Arbeitsbedingungen und bessere Entlohnung für Pflegekräfte

Aktuell machen bundesweit Pflegekräfte auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen auf-merksam. Der SPD-Unterbezirk Bremen-Stadt teilt diese Auffassung. Die Arbeitsbedingungen wie auch die Entlohnung der Pflegekräfte entsprechen nicht der anspruchsvollen Aufgabe, die sie tagtäglich erfüllen. Durch die demographische Entwicklung wird die Pflege noch weiter an Bedeutung für die Gesellschaft gewinnen. Es ist dringend notwendig, die Bedingungen für Pflegekräfte attraktiver zu gestalten. Dazu Uta Kummer, Vorsitzende der SPD Bremen Stadt:

„Kurzfristig sind zwei Dinge erforderlich:

- Die gesetzliche Verankerung von Personalmindeststandards in der Kranken- wie in der Altenpflege. Nur wenn ausreichend qualifiziertes Personal auf den Stationen und in der ambulanten Pflege präsent ist, kann dauerhaft gute Pflege geleistet werden.
- Die Schaffung einheitlicher Tarifstrukturen. Gute Pflege muss sich auch niederschlagen in guter Bezahlung. Wir unterstützen die Tarifparteien, derartige Tarifverträge abzuschließen. Bremen wäre dann gefordert, diese für allgemeinverbindlich zu erklären.“

Darüber hinaus tritt die SPD für eine umfassende Reform der Pflegeversicherung ein. In ihrem Regierungsprogramm hat sich die SPD für wichtige Reformen und Finanzierungsmöglichkeiten in der Pflegepolitik ausgesprochen. Dazu gehört die Einführung eines neuen, erweiterten Pflegebegriffs, eine Erhöhung und Ausweitung der Leistungen sowie eine perspektivische Angleichung der Leistungshöhen im ambulanten und stationären Bereich.

Auch in Bremen muss die Pflege weiterentwickelt werden. Der SPD-Unterbezirk Bremen-Stadt fordert dazu:

- Den Aufbau politischer Möglichkeiten zur Steuerung des Angebots stationärer Altenpflege. Obwohl bereits seit Jahren große Überkapazitäten bestehen, werden immer noch neue stationäre Pflegeinrichtungen gebaut. Derartige Überkapazitäten beeinträchtigen die Qualität der Pflege.
- Die Schaffung kommunaler Infrastruktur für Pflege. Ziel muss es sein, so lange wie mög-lich eine Unterstützung von Pflegebedürftigen in ihrem angestammten Umfeld (Quartier oder Stadtteil) sicherstellen zu können.
- Die Weiterentwicklung der Pflegeberatung mit den Dienstleistungszentren als Mittel-punkt der Beratung.