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02.06.2016

Unterbezirksvorstand - KiTa-Ausbau in einer wachsenden Stadt

Mit der Umsetzung des Rechtsanspruches für die Betreuung auch unter 3-jähriger Kinder ist in Bremen ein wichtiger Schritt zum Ausbau der Kindertagesbetreuung gelungen. Stadtweit soll bis 2020 im U3-Bereich eine Betreuungsquote von ca. 50 Prozent erreicht werden. Damit helfen wir Eltern bei einer partnerschaftlichen Teilung von Erwerbs- und Familienarbeit.

Alleinerziehenden geben wir die Chance auf Entlastung und aktive Teilhabe am Erwerbsleben. Gleichzeitig wird die Kindertagesbetreuung als Ort frühkindlicher Bildung und zur Herstellung von Chancengerechtigkeit und Integration immer wichtiger. Die derzeit erfolgende Zusammenlegung der Bereiche Kinder und Bildung in einem Ressort ist dabei eine wichtige Grundlage für einen ganzheitlichen Bildungsweg von Anfang an.

Noch ist die aufholende Entwicklung zur Erreichung einer Betreuungsquote von mindestens 50 Prozent in allen Stadtteilen, gerade in den sozial benachteiligten Stadtteilen, nicht überall gelungen oder steckt sogar noch in den Anfängen. Die aktuelle Zuwanderung wird nicht nur insgesamt sondern auch gerade in diesen Stadtteilen, wo es noch bezahlbaren Wohnraum gibt, zu weiterem Betreuungsbedarf führen. Dazu kommen insgesamt steigende Bevölkerungszahlen, die einhergehen mit einer erfreulichen Erhöhung der Geburtenrate und Kinderzahl stadtweit. Zusätzlich steigen die Bedarfe zur Erfüllung des Rechtsanspruchs gerade in den Stadtteilen, in denen die Betreuungsquote bereits hoch ist.

Zurzeit fehlen stadtweit viele hundert Plätze in der Kindertagesbetreuung. In den sozial benachteiligten Stadtteilen stehen zu wenige Betreuungsplätze, gerade auch im U3-Bereich, zur Verfügung. Um unsrem Anspruch nach gleichwertigen Bildungschancen und Stadtteilgerechtigkeit gerecht zu werden, fordert der Vorstand des Unterbezirks Bremen-Stadt in Anknüpfung an unsre bisherigen Forderungen einen weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung.

Dies bedeutet im Einzelnen:

  • Massiver Ausbau der Kinderbetreuung stadtweit vor dem Hintergrund der steigenden Be-völkerungs- und Kinderzahlen um zusätzliche 10-15 Kindertagesstätten bis 2020.
  • Dabei umgehend verstärkter Ausbau der Betreuungsquoten in sozial benachteiligten Stadtteilen im Sinne der aufholenden Entwicklung auf Grundlage einer stadtteilorientierten Standortentwicklung.
  • Die dazu erforderlichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen sind grundsätzlich durch die öffentliche Hand mit KiTa Bremen vorzunehmen. Zur Absicherung des aktuell hohen Bedarfs soll dies durch freie Träger und Investorenmodelle im Rahmen der gesetzlichen Standards (bspw. Tariftreue) forciert und ergänzt werden.
  • Ausweitung der ganztägigen Betreuungsangebote
  • Die erreichten Qualitätsstandards (Gruppengröße, Raumangebot) sind insbesondere in den sozial benachteiligten Stadtteilen – auch bei kurzfristigen Maßnahmen zur Bedarfsabdeckung – zu erhalten
  • Verstärkte Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern
  • Zum Herbst 2016 müssen die fehlenden Plätze durch kreative Zwischenlösungen, bspw. durch Nutzung von Horträumlichkeiten in den Schulen, geschaffen werden

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats und die SPD-Bürgerschaftsfraktion werden aufgefordert, mit den Haushaltsberatungen 2016/17 im Sommer 2016 ein entsprechendes Umsetzungskonzept zu erarbeiten.